Sunday, toony Sunday

Entschuldigt bitte erst mal, dass es in den letzten Tagen keine neuen News und Infos gab. Länger als 3 oder 4 Tage sollte es zwischen zwei Blog-Einträgen wohl nicht dauern, wenn man eigentlich so viele Themen im Kopf herumschwirren hat wie ich und sich so viel vorgenommen hat. Aber es gibt da eben noch diese Lästigkeit namens „Real Life“, die einem immer wieder mal auf die eine oder andere Art in die Quere kommen kann. In meinem Fall hatte ich in den letzten Tagen zwar keinen Super-Stress, aber immer ein volles Programm, bei dem ich nicht laufend online gehen konnte. Ich stehe auch, wieder einmal, vor dem Wechsel zu einer anderen Arbeitsstelle (was sich auch erst in den letzten Tagen endgültig abgezeichnet hat) und habe mich um die entsprechenden Dinge zu kümmern.

Trotzdem konnte ich diese Woche dazu nutzen, eines meiner bevorzugten Bücher dieses Sommers verblüffend schnell zu Ende zu lesen, mich über neue Comicserien zu informieren und noch etwas mehr … So habe ich jetzt zum Beispiel einen neuen Rucksack zum Transportieren von Büchern, Unterlagen und Würfeln bei den kommenden Cons. Gestern, also am Samstag, war ich kurzfristig noch beim Free RPG Day und bei dieser Gelegenheit auch gleich im größten Comic-Shop der Region, wo ich ein kleines bisschen eingekauft und mich über Neuerscheinungen für August, September und danach informiert habe. Meine Eindrücke hierzu werden das Thema des nächsten Blog-Artikels sein.

Heute gibt es aber einen eher filmlastigen Beitrag:
Vor etwa zwei Stunden bin ich aus dem Kino zurückgekommen, wo ich mir Epic – Verborgenes Königreich (Blue Sky Studios, Regie: Chris Wedge) angesehen habe. Bevor ich in drei Tagen an einer großen zünftigen Premiere von Man of Steel teilnehmen werde, wollte ich unbedingt noch die Gelegenheit nutzen, Epic zu sehen. Wie gewohnt war ich bei diesem CGI-Trickfilm wieder mit Abstand der älteste Zuschauer im Raum und hatte zudem durch das wunderbare Sommerwetter, bei dem viele im Straßencafé oder beim Eisverkäufer weilten, einen fast leeren Kinosaal. Obendrein wurde dieses Kino sogar kürzlich noch renoviert und hat darum neue Teppiche (… ein wirklich ungewohnter Anblick für mich, weil ich dieses Kino seit 16 Jahren gut kenne) und Polstersitze, was das Filmvergnügen gut unterstützte, denn mit verdreckten, unbequemen und von lärmenden Nervensägen gefüllten Kinos kenne ich mich gut aus. Jetzt hatte ich aber wirklich meine Ruhe. Epic war ein Film, der mich aufgrund der Feen- und Elfenthematik seit Wochen sehr interessierte. Er basiert auf einem Kinderbuch von William Joyce (The Leaf Men and the Brave Good Bugs), das ich nicht kenne. Ich selbst wollte schon vor mehr als einem Jahr ein Rollenspielszenario mit Feen, Pixies, Kobolden und ähnlichen Wesen schreiben. Epic kam mir da wieder sehr entgegen. Er ist ein im wahrsten Sinn des Wortes beeindruckender Film und bewegt sich wie die Feenstreiter auf den Rücken ihrer Kolibris ästhetisch gesehen auf allerhöchsten Höhen und mit märchenhafter Leichtigkeit. Zudem hat er keine einzige zähe oder überflüssige Minute. Meine einzige Befürchtung im Vorfeld war noch, dass der Film sich am Ende vielleicht als ein kleines bisschen zu süßliche oder versöhnliche Kindergeschichte entpuppen könnte. Vielleicht ein winziges bisschen zu kitschig oder 90er-Jahre-Disney-mäßig. Glücklicherweise hatte ich aber Unrecht. Epic ist durch und durch kein „Winx Club“ für kleine Mädchen, sondern erinnerte mich mehr an die viel zu wenig beachtete Fernsehserie Mittelland – Die Legende der Elfen von 2004. Die winzigen in Blattgrün gekleideten Feenkrieger mit Pfeil und Bogen haben natürlich etwas entfernt Robin-Hood-Artiges an sich und beruhen lose auf diversen altirischen Märchen und Vorstellungen von den Sidhe und vom Kleinen Volk, was man noch ansatzweise an bestimmten Namen wie „Dagda“ oder „Boggans“ erkennen kann. Gerade die Bogenschützenszenen und die dramatischen Luftkämpfe von guten Leaf Men (was in der deutschen Fassung unübersetzt bleibt und nicht etwa „Blattmänner“ oder „Blattsoldaten“ heißt) auf ihren Vögeln gegen böse Boggans auf Krähen haben mich von Anfang an mitgerissen. Die Inszenierung und die Blickwinkel dabei sind großarttig. Außerdem sehen in diesem Film sogar die Szenen mit „echten“ Menschen in der normalen Welt glaubhaft und stimmungsvoll aus. Hier wird quasi das emotionale Niveau von Toy Story 3 erreicht. Als vor fast einem Jahrzehnt Die Unglaublichen (The Incredibles) ins Kino kam, galt CGI noch als relativ neu auf Spielfilmebene und die landläufige Kritikermeinung war, dass CGI menschliche Figuren noch nicht „wirklichkeitsgetreu“ abbilden könne. Deswegen blieb die Technik eher auf drollige, meist harmlose Tiere und Fantasiewesen begrenzt und lief dort zu ihren bislang höchsten Leistungen auf. Mittlerweile kann ich aber genauso gut auch mit den „Menschenfiguren“ in CGI-Filmen mitfühlen und mitleiden, weil sie eben nicht zu knubbelig, zu karikaturenhaft oder kindisch wirken. Natürlich will ein Film wie Epic die Figuren nicht wie echte Schauspieler aussehen lassen, das muss er auch gar nicht, aber die Story ist sozusagen genauso wichtig, genauso menschlich und genauso profund wie in so manchem Realfilm. Deswegen liebe ich ja die jüngeren Zeichentrickproduktionen von DreamWorks und Pixar und habe in den letzten Jahren kaum eine davon im Kino ausgelassen. Auch die Erstausstrahlung von Ich – einfach unverbesserlich im ZDF habe ich diese Woche natürlich nicht versäumt. Wahrscheinlich habe ich in den letzten zehn Jahren sogar mehr CGI-Kinofilme als Realfilme gesehen. Nun aber noch Näheres zu Epic: Für mich ist dieser Film mehreren großen Zeichentrickerfolgen, unter anderem Shrek 1-4 und sogar Rapunzel (Tangled) geringfügig überlegen. Er hat mindestens genauso gute Bilder, visuelle Einfälle und liebenswerte Charaktere wie Die Hüter des Lichts (engl. Rise of the Guardians, der ebenfalls auf einer Buchreihe von William Joyce beruht), aber eine noch bessere Geschichte. Selbstverständlich ist hier der Kampf von guten, lieben, ehrenhaften Feen/Elfen, die die Natur um sich behüten wollen, gegen grimmige hässliche und von Natur aus böse Boggans, die diese Natur zerstören wollen, nicht neu und sicherlich vorhersehbar. Aber die Umsetzung! – Ja, die Umsetzung ist fabulös, und hat mich mehr berührt als Der Hobbit und so mancher andere Spielfilm im Fantasy- und Märchengenre. Wer ein Ökodrama mit Holzhammer-Moral für Natur- und Tierschutz erwartet, wird nicht in seinen Erwartungen bestätigt. So sind doch in diesem Film stets die Boggans die Macht der Zerstörung und des Todes, nicht etwa der Mensch. Das urplötzliche Verdorren von Bäumen und Sträuchern liegt allein an Magie und an dem frevelhaften Stören eines alle 100 Jahre wiederkehrenden Rituals, nicht an einer Umweltzerstörung von außen. Und die Bösen sind böse, weil man eben originär böse Charaktere braucht. Die Menschen werden nur in der Rolle der passioniert Forschenden und der Staunenden gezeigt und die ganze Geschichte lebt von dem naiven und liebevollen Spiel mit der Idee einer parallelen, für uns unsichtbaren Welt voller winziger Märchenwesen. Allein mit der allerletzten kleinen Szene bei MK und ihrem Vater zu Hause habe ich das Problem, dass sie ein wenig zu sehr in der gegenwärtigen Moderne verwurzelt ist (Stichwort: iPhones!) und der Begegnung mit der Märchenwelt das Einzigartige und das Dramatische nimmt. Auch bleibt die Frage völlig offen, wie es nun mit dem weiteren Schicksal der Leaf Men und ihrer Freunde aussieht, wenn ihre Existenz wissenschaftlich bewiesen und der neuerliche Kontakt zu ihnen so gut wie jederzeit möglich ist. Das scheint aber im Zusammenhang dieser Story nicht weiter von Belang zu sein. Zu guter Letzt wollte ich sagen, dass mir im Abspann von Epic wohl zum ersten Mal überhaupt ein Lied von Beyoncé Knowles gefallen hat. Das liegt wohl einfach daran, dass es kein Lied im R&B- oder Dance-Stil ist, sondern eine fast folk-artige Qualität hat und einfach sehr harmonisch und beruhigend daherkommt. Das ist wohl genau das, was ich gebraucht habe.

Jetzt zu den Informationen speziell für den Rollenspieler:
Zu einer Welt mit richtig kleinen liebenswerten Feen, die zum Teil auf Vögeln, Mäusen oder auf großen Insekten reiten, existiert zum Glück schon ein komplettes Rollenspiel. Alles, was man in Epic zu sehen bekommt, kann man damit problemlos umsetzen – sogar die Menschenszenen. Bei diesem Rollenspiel handelt es sich meiner Meinung nach um das hervorragende Faery’s Tale (Firefly Gmaes, bzw. die Deluxe Edition von Green Ronin Publishing). Sogar die Völker aus Epic haben in Faery’s Tale ihre direkten und handlichen Entsprechungen. Manche Völker aus dem Rollenspiel würde man für ein Abenteuer im Stil des Films gar nicht brauchen: Pookahs und Pixies und Brownies (nein, nicht die Schoko-Dinger zum Essen!) würden wohl nicht vorkommen. Die Leaf Men aus Epic sind definitiv so genannte „Sprites“. Sie können nicht selbst fliegen, aber sie suchen sich Reit- und Flugtiere, die ihnen treu dienen. Zudem gelten die Sprites, also die Ritter und Swashbuckler unter den Feen, als überaus mutig, selbstlos, ehrenhaft, kampfbereit und edelmütig. Sie sind ausgezeichnete Bogenschützen oder auch Fechter mit einem Degen oder Schwert. Beides gilt natürlich für die Charaktere aus den Reihen der Leaf Men im Film. Ein kleiner Hinweis: Der große Recke Ronin, quasi ein Leaf-Men-Veteran oder Leaf-Men-Ausbilder, heißt nicht ganz zufällig „Ronin“, ist er doch der geschickteste Feenkrieger im Umgang mit dem Schwert, und dieses erinnert bei ihm doch sehr an ein Samurai-Schwert (ein „Ronin“ ist ein herrenloser Samurai, aber der Charakter namens Ronin dient natürlich durch und durch der Feenkönigin). Die bösen Boggans entsprechen mit Sicherheit einer Unterart der Dark Faeries aus dem Rollenspiel und benötigen auch keine zusätzliche Arbeit bei der Umsetzung. Zusätzlich gibt es in der Welt von Epic aber noch mindestens eine weitere Unterart von Feenwesen, nämlich die guten und friedlichen Figuren, die wie einzelne Blumen aussehen – z.B. wie eine Ringelblume oder eine Pusteblume (ihre „Haare“ fliegen weg, wenn man sie anpustet, weil sie ganz aus Löwenzahnsamen bestehen). In einem System wie Faery’s Tale braucht man sich über diese aber bestimmt nicht den Kopf zu zerbrechen. Drei „Stats“ und schon geht es los, und wenn sie NSC im Spiel sein sollen, braucht man eventuell überhaupt nie Stats oder Attribute für diese Figuren. Man beschreibt sie dann einfach als Statisten.
Wer Epic ganz aufmerksam verfolgt hat, wird sicherlich festgestellt haben, dass die Tiere des Waldes hier nicht in Disney-Manier alle sprechen und menschenähnlich denken können, sondern in zwei Gruppen zerfallen: in die Gruppe der sprechenden, handelnden Tierfiguren und die der Tiere, die zur Naturkulisse gehören, nicht sprechen können und/oder nur als Reittiere dienen. Die beiden Schnecken Mub und Grub können ohne weitere Begründung sprechen und haben voll entwickelte Persönlichkeiten. Einer von ihnen will sogar selbst bei den Leaf Men eintreten und der andere will MKs fester Freund werden („wabbeliger Freund“ erscheint mir hier natürlich geeigneter). Sie sind also magische, beseelte Tiere. Aber die Mäuse, Ratten, Vögel, Fledermäuse, der dreibeinige Hund und so weiter sind eben einfach „Tiere“ ohne menschliche Sprache oder menschenähnliche Verhaltensweisen. Dazu fiel mir gleich ein, dass auch das Rollenspiel Zorcerer of Zo von Chad Underkoffler (Atomic Sock Monkey Press) dieselbe Unterscheidung vollzieht und sehr handlich erklärt: In einer Märchen- oder Fantasiewelt, insbesondere einer der „whimsical fantasy“, also einer kindgerechneten, kunstvoll zusammengesponnenen Welt à la Zauberer von Oz, kann es selbstverständlich sprechende und nichtsprechende Tiere nebeneinander geben. In der Regelwerkssprache von Zorcerer of Zo würden diese Wesen Talking Animals und Dumb Beasts heißen. Der Erzähler bzw. Spielleiter legt einfach im Vorfeld fest, welche Tiergestalten welcher Gruppe angehören. Spielercharaktere und Nichtspielercharaktere, die zu den Tieren zählen, sind dort automatisch Talking Animals. Alle übrigen, die als Kulisse, Nutztiere, Lasttiere, feindliche Kreaturen oder auch einfach als Essen dienen, sind Dumb Beasts. Dieselbe Unterscheidung könnte man in jedes beliebige Spiel exportieren, auch in das schon genannte Faery’s Tale. Dort sind als „Default“ soweit ich mich erinnere alle Tiere zunächst normale Tiere, sofern es sich bei ihnen nicht um Sonderfälle wie einen verzauberten Prinzen handelt. Wie gewohnt hat so ein Tier, auch wenn es von Natur aus ohne Verstand und „Persönlichkeit“ ist, automatisch alle typischen Eigenschaften und Fähigkeiten seiner jeweiligen Spezies, und die meisten von ihnen können natürlich in so einer Geschichte auch domestiziert oder durch Magie kontrolliert werden.

Mein Fazit zum Film:Epic – Verborgenes Königreich ist ein spannender und poetisch-zauberhafter Abenteuerfilm ohne Wenn und Aber. Die Charaktere sind für mich durchweg glaubhaft und bleiben in Erinnerung. Nichts darin ist überzogen oder überstrapaziert. Er rangiert für mich zurzeit auf jeden Fall unter meinen persönlichen Top 5 der Pixar- und DreamWorks-Ära, zusammen mit Rapunzel, Die Unglaublichen, Drachenzähmen leicht gemacht und Kung Fu Panda (keine bestimmte Reihenfolge, aber zusammen sind das fünf!). Ich liebe die heldenhaften Leaf Men und werde sie sicherlich noch in die eine oder andere Fantasy-Spielrunde einbauen.

Bis bald.

Offizielle Seite zum Film: http://www.epic-derfilm.de

Das Rollenspiel Faery’s Tale: http://greenronin.com/2007/08/now_available_faerys_tale_delu.php

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Der Con-Hobo im Sommer 2013

Hallo miteinander.

Ich hoffe zutiefst, ihr hattet heute alle einen guten Montag. Wie ihr jetzt gleich hier auf der Titelseite des Blog sehen könnt, hat dieser Blog nun auch schon ein eigenes Logo. Na, aber logisch. Ich kann leider selbst keine Logos entwerfen, außer ich kritzle welche mit Bleistift auf ein Blatt Papier. Das vorliegende große Logo ist mir von meiner guten Freundin Cynthia Celeste Miller freundlichst zur Verfügung gestellt worden. Vielen herzlichen Dank dafür! Cynthia Celeste Miller wohnt in Kansas, auch bekannt als Land der Tornado-Trasse, und ist unter anderem die Gründerin von Spectrum Games und die Autorin von Cartoon Action Hour. Aber dazu in Kürze etwas mehr.😉

Heute habe ich nicht nur ein neues Logo bekommen, sondern ich habe mir auch schon zahlreiche Gedanken zu den nächsten Artikeln und Kurzmeldungen für diese Seite gemacht. Weil ich im Moment mit meiner Anmeldung für diverse Cons beschäftigt bin und auch schon etwas müde werde (… so an einem Montagabend … und ich hatte nicht besonders viel Schlaf von Sonntag auf Montag), gibt es hier zunächst mal einen kürzeren Eintrag als letztes Mal. Dieser hier ist nur eine Ankündigung der kommenden Sommer-Cons, die ich voraussichtlich diesen Juli und August besuchen werde. Für alle vier davon bin ich zurzeit schon angemeldet und werde auf jeden Fall dorthin kommen, wenn nichts Schwerwiegendes mehr dazwischen kommt. Ich plane zwar nicht, meinen Con-Besuchsrekord aus dem letzten Jahr zu überbieten (da brachte ich es bis Dezemvber 2012 tatsächlich auf 16 Conventions in einem Kalenderjahr!), aber gerade die kommenden Sommertermine sind sozusagen mein Äquivalent für Urlaub, mein Äquivalent für Festivals und sonstiges. Bis auf den Dreieich-Con, der ja jedes Jahr in den November fällt, sind meine Lieblingstermine bisher immer im Hochsommer. Warum bloß? Wenn man sich meine folgende Liste der vier Cons ansieht, ist unschwer zu erkennen, dass ich tatsächlich an vier aufeinander folgenden Wochenenden „on the road“ und auf Conventions sein werde. Das ist aber eher ein lustiger Zufall.

Im Moment bereite ich mich auf genau diese Termine vor und sitze zu Hause angestrengt über den Notizen, Büchern, PDFs und Charakterbögen für meine Con-Spielrunden.

Übrigens war ich schon an jedem der entsprechenden Orte und kann einen Besuch dort ganz ehrlich empfehlen. Ich habe in jeder dieser Städte schon einmal gespielt und Spaß gehabt. Ich kenne also die Locations, kann man sagen. Nur der Zeltcon in Biberach bildet hierzu noch eine klitzekleine Ausnahme, denn ich war nur 2012 einmal in Biberach und damals zu einem der Mini-Cons des Palaver e.V., und der war nicht auf dem Campingplatz, sondern eben in einem anderen Gebäude in Biberach an der Riß.

Nun also der Reihe nach die vier Termine, wo ihr mich dann treffen könnt (… das heißt aber nicht „mit Nerf-Pfeilen treffen könnt“):

27. – 28. Juli 2013 FeenCon (Bonn Bad Godesberg)
2. – 4. August 2013 HamsterCon (Mörfelden-Walldorf)
9. – 11. August 2013 MantiCon (Heppenheim)
15. – 18. August 2013 Palaver Zeltcon (Biberach an der Riß)

Wenn alles so einigermaßen hinhaut, wie ich mir das nun überlegt habe, möchte ich natürlich zu jedem dieser Cons mindestens einen Bericht hier im Blog abliefern. Auch habe ich daran gedacht, zu diesen Cons und zwischen den Cons kräftig zu „podcasten“. Ich bin nämlich ein riesengroßer Podcast-Fan. Vielleicht wird es Interviews geben, vielleicht Skype-Gespräche, vielleicht auch einfach nur ein paar Eindrücke von mir allein als Audio. Zu allen Podcast-Folgen oder YouTube-Videos werde ich dann gegebenenfalls hier Links anbringen. (Da fällt mir gleich ein: YouTube ist im Moment sogar einen Tick einfacher als Audiodateien auf einer Podcast-Seite, denn YouTube kann ich ja noch kostenlos nutzen … ebenso wie diese Blog-Seite übrigens.🙂 ) Vielleicht habt ihr ja auch schon Empfehlungen oder Präferenzen zu dieser Art Berichterstattung seitens Krakka-thoooom!! Also frage ich noch mal ganz lieb und höflich. Was wäre euch denn lieber? Was würdet ihr gern sehen und/oder hören?

Ich verabschiede mich mal für heute und freue mich schon sehr auf eure Kommentare! Auf geht’s.

Free RPG Day 2013

Schon in 5 Tagen steht wieder der Free RPG Day an!
Ich schätze, dass ich in Zukunft vielen Leute ganz genau erklären müssen werde, dass dieser Tag oder „Event“ doch nicht das Gleiche wie der deutsche Gratisrollenspieltag ist. Letztes Jahr gab es noch keinen Gratisrollenspieltag, aber dieser liegt nun ja wiederum mehrere Monate hinter uns. Er hat am 2. Februar 2013 das erste Mal stattgefunden und war auch durchaus erfolgreich (nach allem, was ich dazu gehört und gelesen habe). Doch nun kommt die Veranstaltung, die den GRT inspiriert hat, sozusagen der große Bruder dazu. Das ist eben der Free RPG Day, und den gibt es ja streng genommen auch noch nicht „so lange“. Es erscheint mir bereits vergleichsweise lang, aber es gibt ihn erst seit 2007. Zum Glück ist diese Veranstaltung international und ich weiß von mehreren deutschen Fachhändlern, dass sie von sich aus am Free RPG Day teilnehmen, was für jemanden im Einzelhandel hier in Deutschland nicht leicht und nicht risikofrei ist. Unter den teilnehmenden Geschäften befindet sich glücklicherweise auch mein langjähriger Stammlieferant, ein Laden, bei dem ich seit 1997 immer wieder Rollenspielprodukte bestelle.

Im Grunde finde ich es schöner und besser, einen solchen Termin eher in den Sommermonaten – im Mai, Juni, Juli – zu haben. Das ist aber nur meine Meinung, und die ist wie immer gefühlsmäßig bestimmt. Zu Anfang und gegen Ende eines Jahres habe ich in der Regel andere Termine und andere Sachen zu tun.

Wie auch immer, ich würde über Events wie gerade den Free RPG Day gern eine kleine Diskussion starten. Ich kann nun darüber dieselbe Frage stellen wie auch schon über den deutschen GRT oder den Gratiscomictag: Bringt dieser Event tatsächlich etwas für das Hobby? Bringt er neue Käufer für die Läden? Wird dadurch (wieder) etwas mehr gespielt? Bringt es etwas für neue Systeme?

Sowohl beim deutschen GRT als auch bei den bisherigen Free RPG Days habe ich mitbekommen, dass z.B. der typische Otto-Normal-DSA-Spieler, der ohnehin nur sein Lieblingssystem kennt, nicht auf Conventions geht, keine Neuigkeiten verfolgt und so weiter, von dem Event entweder nichts mitbekommt oder gar nicht so genau weiß, was er nun davon hat. Genauso hatte ich den Eindruck, dass sich an einem besonderen Event-Tag wie diesem letztelich „nur“ die alten Hasen mit coolen Gratisprodukten eindecken, sowie diejenigen Spieler, die sich schon lange vorher durch das Internet, soziale Medien, Freunde und so weiter darüber informiert haben. Das heißt, die netten kleinen Gratis-Überrraschungen, die es an diesem Tag in den teilnehmenden Läden gibt, gehen an die Leute, die sowieso schon seit etlichen Jahren in der Szene sind, an die überzeugten und alteingesessenen Spieler und Spielleiter. Preaching to the choir, nennt man das im Englischen. Diese Leute müssten ja eigentlich alle gar nicht mehr überzeugt oder begeistert werden. Sie sind ja bereits da. Vermehrt sich also die Anzahl der tatsächlichen Rollenspieler? Gibt es mehr Käufer von irgendetwas? Vor kaum einem Jahr erzählte mir zum Beispiel ein langjähriger Händler in seinem Laden, im Grunde kämen sowieso keine neuen Personen mehr in das Pen & Paper-Spielehobby, außer durch Freunde und durch Mundpropaganda. Da würden auch keine Kurzregelwerke, keine Einsteigersysteme, keine regelarmen Systeme, keine Geschenke und keine lustigen Events und Aktionen etwas ausrichten. Letztlich liefe alles über die gute alte Mundpropaganda! So sagte es mir zumindest dieser Händler, und er war sicherlich kein unerfahrener Mann. Ich selbst unterscheide ja ganz gern auch zwischen „Rollenspielern“ und „Rollenspiel-Kunden“ bzw. „-konsumenten“. Ich kenne eine ganze Reihe von Rollenspielern, die tatsächlich tolle Spieler sind, tolle kreative Leute mit zahlreichen Ideen, die aber nie etwas selber kaufen und keine Neuerscheinungen verfolgen. Theoretisch kann man ja viele Jahre lang ein fantastischer Spieler sein, ohne jemals etwas zu kaufen. Eine große Besonderheit dieses Hobbys, aber auch Fakt. Genauso gibt es tolle Konsumenten, sogar zahlungskräftige Leute, über die sich bestimmt jeder Verlag und jeder Einzelhändler freuen würde, aber einige unter diesen Spielekonsumenten – Sammlern, Lesern und so weiter – haben keine regelmäßige Spielrunde (mehr) oder haben fast das ganze Jahr keine Gelegenheit, irgendein RPG wirklich zu spielen. Sie lesen die höchstens und unterhalten sich darüber im Internet. Ich hatte selbst in meinen über 21 Jahren in dem Hobby auch einmal rund zwei Jahre lang keine Spielrunde, und auf Conventions bin ich in den letzten paar Jahren gelegentlich Leuten begegnet, oft eher solchen von der Sorte schüchterner Einzelgänger, die große Fans des Hobbys waren, aber bis auf eine Convention-Runde „alle Jubeljahre mal“ eigentlich nicht (mehr) zum Spielen kamen. Sie hatten einfach keine Gelegenheit dazu.

Zum Thema Free RPG Day kann man also eine Reihe von Fragen stellen:
1. Erreicht der Event sein gestecktes Ziel?
2. Generiert er genügend Aufmerksamkeit?
3. Macht er auch wirklich Spaß?
4. Kommen die Gratisprodukte (Schnellstart-Regelwerke, Abenteuer, Würfel) bei den richtigen Leuten an?
5. Wer sind überhaupt „die richtigen“?
6. Sahnen neue Interessenten die Free-RPG-Day-Sachen ab, oder doch die alten Hasen, die ohnehin schon alles haben?

Der diesjährige Free RPG Day fällt übrigens auf kommenden Samstag, den 15. Juni 2013! Und das weiß ich nun wiederum auch nur durch ein Werbekärtchen vom Imp’s Shop in Ulm, also danke dorthin. Ohne den Imp’s Shop hätte ich es diesmal glatt vergessen.

Beim Durchlesen der angebotenen Gratisprodukte auf http://www.freerpgday.com hatte ich den Eindruck, dass größtenteils auch wieder die gleichen Verlage (und die gleichen Systeme) vertreten sind wie letztes Jahr.

Noch eine weitere Frage: Was sind eure bisherigen Erfahrungen mit dem amerikanischen, englischsprachigen Free RPG Day hierzulande? Gut, ich denke, die meisten deutschen Rollenspieler können Englisch lesen, insbesondere die alten Hasen im Hobby. Aber gibt es nicht auch immer eine Hemmschwelle, wenn das alles in einer anderen Sprache ist und letztlich doch als „amerikanisches“ Hobby wahrgenommen wird?

Viele Grüße und einen guten Start in die Woche.

Start an einem schönen Sommerabend

Was mache ich denn so an einem gemütlichen, schönen, warmen Sommerabend im Juni? Na, was wohl? Ich sitze am Schreibtisch zu Hause und erstelle mir meinen lange geplanten Blog.

Dafür hatte ich schon einige große Vorbilder und Tipps, ich habe seit ein oder zwei Jahren immer wieder mal daran gedacht, aber nun geht es richtig los. Vor ein paar Monaten habe ich beim Lesen einer DC-Comics-Serie das geniale Wort „Krakka-thoooom!!“ gefunden und wollte es unbedingt als Namen verwenden.

Ich hoffe, euch in den kommenden Monaten und Jahren gut mit meinen Geek-News und Geek-Geschichten versorgen zu können. Liebe Grüße und bis bald!

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